Kreistag stimmt für Wohnprojekt für 100 Asylbewerber in Hoyerswerda
Das Wohnprojekt für Migranten in Hoyerswerda kommt. Der Kreistag erteilte am Abend mehrheitlich dem Betreiber den Zuschlag. Der AWO Kreisverband Lausitz wird 25 Wohnungen für rund 100 Asylbewerber anmieten. Sie sollen zum Jahresende bezugsfertig sein. Die Bewohner sollen durch Quartierbüros und ehrenamtliche Initiativen betreut werden.
„Einziehen werden Menschen, die schon längere Zeit im Landkreis Bautzen leben“, sagte Landrat Udo Witschas. Die Kosten für das Wohnprojekt in Hoyerswerda betragen – bei Vollbelegung und einer Laufzeit von drei Jahren - mehr als 1,2 Millionen Euro.
Die AfD stimmte gegen die dezentrale Unterbringung. Fraktionschef Steffen Lehmann sagte: „Wir wollen keine Asylbewerber in unseren Wohngebieten“. Der Landrat möge die weiße Fahne hissen und Zelte oder Container aufstellen. Dem widersprachen Sprecher aus den anderen Fraktionen. So wies SPD-Kreisrat Thomas Delling die Argumentation der AfD als „klare Polemik“ zurück. Die Stadt Hoyerswerda favorisiere die dezentrale Unterbringung.
Zwei weitere Wohnprojekte in Bautzen und Radeberg hat der Landkreis ausgeschrieben. Mit insgesamt dann 300 Plätzen könnten dann die Notunterkünfte im Landkreis geschlossen werden, so Witschas.