Kretschmer setzt Zeichen gegen Neonazi-Treffen in Ostritz
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer zeigt klare Kante. Er will das Neonazi-Treffen in Ostritz nicht tatenlos hinnehmen. Kretschmer ist Schirmherr des Friedensfestes auf dem Marktplatz der Neißestadt. "Wir lassen uns den Ruf unserer Heimat nicht zerstören", sagte Kretschmer in einem TV-Interview.
Kretschmer kritisierte den Eigentümer des Veranstaltungsgeländes. Der Geschäftsmann hat den "Neißeblick" für das Treffen vermietet. Vom 20. bis 22. April werden dort bis zu 1.000 Neonazis erwartet. Angemeldet wurde das Treffen vom Thüringer NPD-Chef Heise. Außerdem werden auf zwei weiteren Veranstaltungen bis zu 1.000 Anhänger aus der linken Szene erwartet. Unterdessen bereitet sich die Polizei auf den Einsatz vor. Es ist der Größte seit mehr als zehn Jahren in der Oberlausitz.