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Kreuzweg im Freien in Niesky

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Christen gedenken heute der Leiden und Kreuzigung Jesu Christi.   Kreuzwegprozessionen und  Andachten in Kirchen sind wegen der Corona-Seuche verboten. Angeboten werden dafür aufgezeichnete Andachten im Internet. Eine Alternative bietet der Nieskyer Pfarrer Krystian Burczek   an. Er hat um die Kirche der St. Josef Gemeinde in seiner Stadt einen Kreuzweg aufgebaut. 

Für Burczek war klar, dass Ostern nicht ohne dem Kreuzweg stattfinden kann. Wenn die Kirchen schon geschlossen sind, muss es trotzdem irgendwie für die Gläubigen möglich sein, den Kreuzweg zu begehen. Also baute er kurzerhand den Kreuzweg im Freien, rund um die Kirche der katholischen St. Josef Gemeinde in Niesky, auf. 14 Stationen zeigen den Leidensweg Jesu Christi, eine 15. seine Auferstehung.

Die einzelnen Bilder und Texte sind in einem Abstand von acht bis zehn Metern aufgebaut. So haben nun die Bewohner in der Umgebung der Kirche die Möglichkeit, während eines Spaziergangs und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände zu Dritten, den Kreuzweg zu gehen. Die Resonanz ist gut.

Seit vergangenem Sonntag sind die 15 Stationen aufgebaut, seitdem kommen täglich Einzelpersonen oder auch Familien vorbei. Auch die benachbarte evangelische Gemeinde ist interessiert an dem Angebot und nutzt es. Auf Wunsch wird der Kreuzweg nun auch bis zum Weißen Sonntag, also dem Sonntag nach Ostern, stehen bleiben. Bis dahin gelten, Stand jetzt, die Einschränkungen für das öffentliche Leben.

Es passt laut Pfarrer Burczek, auch den Kreuzweg so lange stehen zu lassen. Der Kreuzweg ist ein Zeichen der Hoffnung. Ein Zeichen dafür, dass am Ende alles Leid überwunden wird. So, wie auch Corona am Ende des Weges überwunden werden wird.