• Katrin Bartsch, Vorsitzende des Tourismusvereins Görlitz: Tourismus kann nicht der Lückenfüller für das städtische Budget sein.

Kritik an Görlitzer Bettensteuer - "Tourismus nicht der Lückenfüller!"

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Der Görlitzer Tourismusverein will bei der Bettensteuer ein Wörtchen mitreden. Die Branche müsse in den Prozess einbezogen werden. Zugleich forderte Vereinsvorsitzende Katrin Bartsch verbindliche Zusagen der Stadt zur Verwendung der Einnahmen. Sie müssten für die touristische Entwicklung genutzt werden.

Katrin Bartsch: „Tourismus ist eine öffentliche und privatwirtschaftliche Aufgabe gleichermaßen, die selbstverständlich finanziert werden muss. Aber das geht nur im Miteinander. Daher müssen wir dringend miteinander ins Gespräch kommen, wie das gemeinsam sinnvoll, zielgerichtet und mit
vertretbarem Aufwand für alle Seiten umgesetzt werden kann. Tourismus braucht gezielte
Investitionen und kann nicht der Lückenfüller für das städtische Budget ohne feste Zusagen
zur zweckgebundenen Verwendung sein.“

In Görlitz hat die Tourismuswirtschaft laut einer Studie im Jahr vor Corona rund 100 Millionen Euro Umsatz gemacht. Der Anteil des Beherbergungsgewerbes betrug 45 Prozent.