Kritik an Taktbusfahrplan - Görlitzer Landrat will mit Elterninititative sprechen

Zuletzt aktualisiert:

Nach der erneuten Kritik von Eltern zum Taktbusfahrplan für den nördlichen Teil des Kreises Görlitz soll nun kurzfristig noch nach Lösungen gesucht werden. Landrat Stephan Meyer kündigte im Interview mit unserem Sender ein Gespräch am 15. Dezember mit der Elterninitiative an. "Dort sollen die Problemfelder herausgefiltert und erörtert werden."

Die Elterninitiative „Görlitz Nord – Neißeaue" beklagt gravierende Mängel im Entwurf für den neuen Taktbusfahrplan. Sie sieht die örtlich die Sicherheit der Schüler gefährdet, so an Umsteigepunkten,  und kritisiert zu lange Fahrzeiten im Schülerverkehr. Beispiel: So müssten Schüler aus Neißeaue zunächst nach Horka fahren, dort umsteigen und weiter bis zur Schule nach Kodersdorf. Sie wären mehr als eine Stunde unterwegs. Konstruktive Gespräche mit den Verantwortlichen  unter Einbeziehung von Eltern, Schulen und Gemeinden habe es nicht gegeben.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr bestätigte uns den Eingang eines Schreibens der Elterninitiative. Es könne jedoch nicht formell als Widerspruch gewertet werden. Die Einwendungen sollen aber Berücksichtigung finden, soweit das rechtlich möglich sei, sagte uns ein Sprecher. Der Behörde obliegt die Liniengenehmigung. Das Verfahren läuft noch. Insgesamt fünf Einwände liegen vor.

Der Taktbusfahrplan soll am 1. Januar in Kraft treten. Das sei das große Ziel, so der Landrat.

Audio: