Kunden betrogen - Bewährung für Görlitzer Reisebürochef
Ein Görlitzer Reisebürobetreiber hat Kunden betrogen. Er bot Kurztrips nach Polen und Tschechien. Die Kunden zahlten, aber die Fahrten fielen aus. Gestern wurde der 56-Jährige verurteilt: Zwei Jahre auf Bewährung.
Mehr als 10.000 Euro kassierte der 56-Jährige. Er prellte über 40 Kunden aus dem ganzen Bundesgebiet, darunter auch eine Schulklasse aus Weißwasser, die eine Städtereise nach Breslau und Krakau gebucht und dafür schon 1.400 Euro angezahlt hatte. Außerdem betrog er den Staat. Der Görlitzer kassierte Hartz-IV-Stütze, verschwieg aber zusätzliche Einnahmen aus anderen Geschäften.
Der Görlitzer Amtsrichter verpflichtete ihn, an jeden der geprellten Reisebürokunden 50 Euro zu zahlen. Weiterhin muss er 500 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Wo, ist ihm freigestellt – nur nicht in einem Büro und in leitender Tätigkeit in einem Verein mit Kassenvollmacht, so der Richter.