Kupfergräberfieber in Schleife wieder entbrannt
Die Pläne zum Kupferabbau bei Schleife liegen wieder auf dem Tisch. Die Kupferschiefer Lausitz GmbH KSL will den Schatz heben. Sie will jährlich mindestens fünf Millionen Tonnen Kupfererz fördern. Seit heute liegen die Unterlagen in den Rathäusern in Schleife, Spreetal und Weißwasser aus. Einwohner können bis 29. September Bedenken äußern, gab die Landesdirektion Sachsen bekannt.
Das sogenannte Raumordnungsverfahren ist eröffnet. Es bildet die Grundlage für die weiteren Planungen. Dem schließt sich das Genehmigungsverfahren an. Das Projekt umfasst neben einem Kupferbergwerk auch Anlagen zur Aufbereitung von Gruben- und Sumpfwasser und eine – so wörtlich –„Mineralstoffverwahrung für Rückstände“. Kupfer soll auch im benachbarten Spremberg-Graustein abgebaut werden. Lukrativ könnte für die Minengesellschaft sein, dass im Kupfererz auch Nickel, Silber und Gold eingeschlossen sind. Das Vorkommen befindet sich in 800 bis 1.500 Meter Tiefe.
