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Kurzarbeit für 120 Görlitzer Waggonbauer

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Für 120 Beschäftigte im Bombardierwerk Görlitz ist derzeit Kurzarbeit angesagt. Die Produktion von Doppelstockwagen für die Schweizer Bundesbahn - SBB - stockt. Das Partnerwerk in Villeneuve bekomme die Fahrzeuge nicht los. Das sei ein Corona-Thema, sagte uns Betriebsratsvorsitzender René Straube.

Das hat Folgen für den Rohbau in Görlitz. „Wir haben unsere Kollegen für drei bis fünf Tage im Monat in Kurzarbeit schicken müssen“, so Straube.  In einem Bereich für die SBB-Fertigung ruht die Arbeit komplett. Einige der Betroffenen helfen im Bombardierwerk Bautzen aus. Der Betriebsratsvorsitzende geht davon aus, dass die Kurzarbeit noch bis zum Jahresende dauert.

Görlitz hatte sich vor zehn Jahren den Großauftrag über 59 Doppelstock-Triebzüge für die Schweiz (Volumen: 1,3 Milliarden Euro) gesichert, und zwar unter Leitung des damaligen Werkchefs und späteren Oberbürgermeister Siegfried Deinege. 

Im Bombardierwerk in Görlitz sind derzeit rund 1.200 Beschäftigte tätig.

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