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Landkreis bündelt Kräfte in Görlitz - Löbau am stärksten betroffen

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Weitere Landkreis­be­hörden sollen in Görlitz konzen­triert und der Haupt­standort erwei­tert werden. Das kündigte heute Finanz­bei­ge­ord­neter Thomas Gampe an. Geplant ist, die Ämter für Umwelt und Vermes­sung sowie die Bauauf­sicht in die Kreis­stadt zurück­zu­holen. Außerdem sollen das Kreis­haus an der Otto-Müller-Straße in Görlitz aufge­geben und das Jobcenter von der Lunitz an den zentralen Standort an der Bahnhof­straße ziehen.

 Von der Kräfte­bün­de­lung ist Löbau am stärksten betroffen. Jeder zweite Landkreis­an­ge­stellte in Löbau wird künftig seinen Arbeits­platz in Görlitz haben. Damit bleiben in Löbau noch 150 Stellen. In den Außen­stellen Niesky (derzeit 190, künftig 170) und Zittau (derzeit 270, künftig 250) sind nur gering­füge Stellen­ver­la­ge­rungen vorge­sehen – in Weißwasser (derzeit 100 Beschäf­tigte) keine.

 Bis 2022 soll ein Landrats­amts-Campus in Görlitz entstehen. Die Kreis­ver­wal­tung will insge­samt acht Gebäude an Salomon- und Berliner Straße erwerben und sanieren. Außerdem soll ein Neubau für einen Kreis­tags­saal errichtet werden. Baube­ginn ist 2019 geplant. Die Kosten werden grob auf 24 Millionen Euro geschätzt.

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Reporter Knut-Michael Kunoth