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Landräte fordern Schnellstraße von Weißwasser nach Leipzig

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Die Forderung ist schon mehr als zehn Jahre alt. Neun Landräte aus Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben sie nun wieder aufgemacht. Sie verlangen eine Ost-West-Schnellstraße – vom Lausitzer Revier zum Mitteldeutschen Revier. Damit soll der Strukturwandel nach dem Aus für die Braunkohle angeschoben werden. Die Kreischefs unterzeichneten gestern eine gemeinsame Erklärung. 

„Milau“ heißt das Projekt. „Mi“ steht für Mitteldeutschland, „Lau“ für Lausitz. Die „Milau“ soll entweder von der A9 bei Brehna über Torgau, Bad Liebenwerda nach Weißwasser, oder von der A14 bei Mutzschen über Dahlen nach Bad Liebenwerda und Weißwasser verlaufen. Die Landräte haben zwei Routen vorgeschlagen. Sie fordern, dass die Schnellstraße zusätzlich gefördert wird und nicht zu Lasten anderer Projekte geht. Die Chancen stehen besser als noch vor zehn Jahren. Denn Bund und Länder müssen handeln, damit die Lausitz nach dem Kohleaus nicht zum Armenhaus wird.