Landrat: „Pläne für Kamenzer Badneubau zu groß“
Der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU) hat die Pläne für den Badneubau in Kamenz kritisiert. Sie seien zu groß. Die Stadt hätte damit langfristig ein Problem mit den Betriebskosten. Es sollte nur das gebaut werden, was notwendig sei, sagte uns Harig. Er empfahl der Stadt eine entsprechende Planung mit dem Ziel, den Betriebskostenzuschuss so gering wie möglich zu halten.
Es gehe um ein Bad für die Kamenzer und ihre Gäste sowie den Schwimmverein und seinen Wettkämpfen. „Es könnte eventuell noch um ein Freischwimmbecken ergänzt werden. Aber das soll es dann auch gewesen sein.“ Der Landrat verwies auf das Röhrscheidt-Bad in Bautzen. Es sei auch neu gebaut worden, aber zum Bruchteil der in Kamenz geplanten Summe.
Der Neubau in Kamenz wird auf über 21 Millionen Euro veranschlagt. Die jährlichen Betriebskosten könnten – nach vorläufigen Schätzungen – zwischen 600.000 bis 800.000 Euro betragen. Den Neubau will sich Kamenz zu 90 Prozent mit Geld aus den „Kohle-Millionen“ fördern lassen. Geplant ist ein Kombibad mit sechs Schwimmbahnen und Spaßbereich wie Spraypark und Spielplatz. Kamenz sieht darin einen Beitrag für den Strukturwandel in der Lausitz.