Landrat zur Kritik an neuem Busfahrplan: „Görlitzer Schulen müssen sich bewegen!“
Die Landesdirektion Sachsen hat die Liniengenehmigung für den Taktbusfahrplan im nördlichen Teil des Kreises Görlitz erteilt. Damit kann „Omnibusverkehr Oberlausitz“ am 1. Januar starten. Busse fahren dann im Ein- bzw. Zwei-Stundentakt. Regionalbahnen, z.B. in Weißwasser und Horka, werden garantiert. Der separate Schulbusverkehr entfällt. Er wird in den neuen Fahrplan eingebunden.
Von Eltern kommt nach wie vor massive Kritik. Mit den neuen Linien sind ihre Kinder viel zu früh in der Schule. Wartezeiten von einer halben bis einer Stunde werden als unzumutbar abgelehnt. Außerdem wird die Sicherheit an den Umsteigepunkten bemängelt. Elternvertreter brachten diese Probleme gestern in einem zweieinhalbstündigen Gespräch bei Landrat Stephan Meyer vor.
Meyer versprach Abhilfe. Er rief die Görlitzer Schulen auf, den Unterrichtsbeginn an die Ankunftszeiten der Schüler anzupassen. „Der Druck ist offenbar noch nicht groß genug.“ Der Landrat erwartet, dass die betroffenen Schulen sich bis zu den Winterferien „bewegen“. Bis dahin stellte er eine Zwischenlösung in Form von Ersatzfahrplänen in Aussicht.
Außerdem sicherte der Landrat den Eltern zu, dass noch in diesem Jahr die Umsteigepunkte überprüft und gegebenenfalls notwendige Sicherheitsmaßnahmen festgelegt werden. Sie sollen dann rasch umgesetzt werden.
Nachbesserungsbedarf sieht Meyer auch beim Ausbildungs- und Pendlerverkehr nach Schwarze Pumpe. Die Linie zum Industriepark ist im neuen Fahrplan nicht mehr enthalten.
Link zum neuen Fahrplan:
www.gutvernetzt-landkreis-gr.de