Lange Haftstrafe für Görlitzer Werkzeugschlosser gefordert
Ein Werkzeugschlosser aus Görlitz, der Sex mit 13-jährigen Mädchen hatte, soll für sieben Jahre hinter Gitter. Das hat heute die Staatsanwaltschaft gefordert. Sie sieht schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern als erwiesen an, rückte aber vom Vorwurf der Vergewaltigung ab. Der Angeklagte habe zielgerichtet mit den Mädchen im Internet Kontakt aufgenommen, um dann aus der virtuellen in die reale Welt übergehen zu können. Dabei machte er sich wesentlich jünger. „Der Angeklagte hatte einvernehmlichen Sex mit den Mädchen, er wusste aber, dass sie erst 13 Jahre alt waren“.
Der Anwalt des 37-Jährigen plädierte für fünf Jahre Haft. „Egal ob er drei oder fünf Jahre im Gefängnis sitzt, er wird so rauskommen wie er reingekommen ist.“ Der Verteidiger beantragte deshalb die Verlegung seines Mandanten in die sexualtherapeutische Abteilung der JVA Waldheim.
Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte hat die sechs Taten gestanden. Damit blieb den Mädchen die Aussage vor Gericht erspart. Ihm sei nicht klar gewesen, dass er Unrecht begangen habe. Damit werde er sich im Gefängnis „intensiv“ auseinandersetzen. Der Angeklagte steht weiterhin in Kontakt mit einem der Mädchen und deren Mutter.
Das Landgericht Görlitz will am Freitag (17.7.) das Urteil verkünden.
Hintergrund:
Der jünger wirkende Angeklagte hatte die Mädchen auf der Internetplattform „Knuddels“ kennengelernt, sich dabei als 18-Jähriger ausgegeben, mit ihnen gechattet und sich Bilder von ihnen in obszönen Posen schicken lassen. Anschließend war zu den Mädchen nach Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gefahren. In einem weiteren Fall ließ er eine 13-Jährige bei sich in Görlitz übernachten.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm schweren sexuellen Missbrauch in sechs Fällen vor.