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Lange Lieferzeiten für Reisepässe in der Lausitz
Wer in diesen Tagen einen Reisepass beantragt, braucht Geduld. Statt der sonst üblichen zwei bis vier Wochen dauert die Ausstellung zurzeit etwa bis zu zehn Wochen. Bei den Städten und Gemeinden in der Lausitz gehen derzeit vermehrt Anträge zur Neuausstellung ein, erfuhren wir auf Nachfrage.
Die Bundesdruckerei in Berlin begründet die Verzögerungen unter anderem mit einem größeren Aufkommen an Neuausstellungen durch die Ferienzeit und die gestiegene Zahl an Einbürgerungen. Aber auch die Abschaffung der Kinderreisepässe zum Jahresbeginn und der Wegfall der Corona-Beschränkungen wirke sich aus, heißt es.
Aktuell sind allein über 1.500 Reisepässe aus der Oberlausitz in Produktion. In den sächsischen Großstädten wie Dresden, Leipzig und Chemnitz warten zusammen über 7.000 Menschen auf ihren neuen Pass.
Um kurzfristig ein gültiges Dokument zu erhalten, können Einwohner einen Reisepass im Expressverfahren beantragen. Für 32 Euro mehr wird der Pass innerhalb von vier Werktagen geliefert. Ist auch dieser Zeitraum zu kurzfristig, können die Städte und Gemeinden einen vorläufigen Reisepass ausstellen.
Im Winter sollen neue Produktionsmaschinen in der Bundesdruckerei die Lage wieder entspannen.
