Laser auf Heli gerichtet
Er hatte einen Bundespolizeihubschrauber mit einem Laserpointer ins Visier genommen und damit ins Cockpit geleuchtet. Dafür stand der arbeitslose Straßenbauer gestern in Bautzen vor Gericht. Das Urteil: 3.600 Euro Geldstrafe.
Er hatte den Laserpointer geschenkt bekommen, wollte ihn nur mal ausprobieren, habe damit „ein bisschen herumgefuchtelt“. Der grüne Strahl traf den Helikopter zweimal im Landeanflug auf den Flugplatz Bautzen. Der Pilot zog den Heli hoch, raus aus der Gefahrenzone. Die Besatzung konnte den Laser-Mann mit einer Infrarotkamera orten. Sie gab die Koordinaten der Polizei durch, die den 38-Jährigen einen halben Kilometer entfernt in der klaren Januarnacht bierselig auf dem Fahrrad antraf.
Das war ein teurer Dummer-Jungen-Streich, so Richter Dirk Hertle. Vorsatz konnte er dem Angeklagten aber nicht nachweisen, dass er also mit dem Laserpointer Besatzung und Sicherheit gefährden wollte. Das sah der Staatsanwalt anders und forderte eine Freiheitsstrafe. Der Angeklagte habe genau gewusst, was gehauen und gestochen war.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.