Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer, Züge gestoppt, Orte ohne Strom
Sturmtief „Ignaz“ hat auch in der Lausitz gewütet. In Weißwasser wurde ein Dach angehoben. Es drohte, auf die Berliner Straße zu stürzen. Bäume und Äste fielen auf Autos, so z.B. in Görlitz .In mehreren Orten fiel der Strom aus, so in Trebendorf und Schleife bei Weißwasser oder in Gersdorf bei Kamenz.
Der Zugverkehr kam fast überall in der Lausitz zum Erliegen. Pendler mussten sich kümmern. Schienenersatzverkehr wurde nicht organisiert.
Der Sturm wirbelte Sand und Staub aus dem Tagebau Nochten auf. Weißwasser war in eine braune Wolke gehüllt. Mülltonnen stürzten um. Zeitungen und Plastikabfälle wurden auf Straßen verstreut.
Die Feuerwehr war bis zum späten Nachmittag im Dauereinsatz. Die Leitstelle Ostsachsen in Hoyerswerda löste bis 17 Uhr über 430 Einsätze aus. So auch in der brandenburgischen Lausitz. In der Leitstelle Lausitz in Cottbus gingen rund 3.000 Notrufe ein. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen, z.B. zwischen den Senftenberger Ortsteilen Peickwitz und Niemtsch. In Hosena fiel ein Baum auf ein Haus. Ein weiterer Baum blockierte die Zufahrt zum Gewerbegebiet Kleinkoschen. Verletzt wurde niemand.
Spaziergänger sollten in den kommenden Tagen einen Bogen um die Wälder machen. „Denn das Betreten des Waldes während eines Sturmereignisses und auch danach kann lebensgefährlich sein“, warnte Landesforstpräsident Utz Hempfling.