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„Die Lausitz braucht eine länderübergreifende Strategie“

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Dem Kreistag Görlitz ist am Nachmittag die „Entwicklungsstrategie Lausitz 2050“ vorgestellt worden. Der von der Wirtschaftsregion Lausitz – WRL - präsentierte Entwurf stellt einen Rahmen dar. Die Strategie müsse länderübergreifend fortgeschrieben werden, sagte Geschäftsführer Heiko Jahn. Der Bitte, auf einzelne Ziele einzugehen, wich der WRL-Chef aus.  Das sei schwer möglich.

Der Görlitzer Bürgermeister Michael Wieler wollte wissen, was denn die Lausitz verbinde, was sie im Kern sei.  Auch da musste Jahn passen. Kritisch äußerte sich der Zittauer Bürgermeister Thomas Zenker zum Kapitel „Europäische Modellregion“. „Was da drin steht, ist ziemlich schwach und kaum modellhaft.“

Grundlage für den rund 80 Seiten starken Entwurf bildeten 286 Dokumente. 345 Kommentare gingen ein. Rund 200 Autoren haben an der Strategie geschrieben. Sie wird mit 7,8 Millionen Euro gefördert.

Landrat Bernd Lange sieht in dem Entwurf ein Arbeitspapier und die Grundlage für den künftigen Abruf von Fördermitteln. An der Fortschreibung sollten sich möglichst viele Menschen beteiligen. Voraussetzung seien Vertrauen und Transparenz. Ziel müsse ein gemeinsames Konzept sein.

Der Kreistag hat seine Sitzung wegen der Corona-Bestimmungen in die Sporthalle des Beruflichen Schulzentrums „Christoph Lüders“ verlegt. Zwei Kreisräte fehlen. Sie befinden sich in Quarantäne.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz, Heiko Jahn
Landrat Bernd Lange