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Lausitz Festival mit Weltpremiere und Weltstar

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Rund 250 Künstler werden beim diesjährigen Lausitz Festival  auftreten. Vom 24. August bis 14. September laufen 31 Veranstaltungen an zwölf Orten und in 24 Spielstätten in der Ober- und Niederlausitz. Neu hinzugekommen sind das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen, die Villa Schminke Löbau und das Besucherbergwek F60. Das Spektrum reicht von klassischen Konzerten, Theater und Tanz bis zu Liederabenden, Lesungen und philosophischen Gesprächen. Heute wurde das Programm in Berlin vorgestellt.

Budget gekürzt auf drei Millionen Euro

Die sechste Ausgabe des Lausitz Festivals fällt eine Nummer kleiner aus. Das Budget wurde gekürzt auf drei Millionen Euro. Im vergangenen Jahr standen noch 4,2 Millionen Euro zur Verfügung. Maria Schulz, Geschäftsführerin der Lausitz Festival GmbH, sprach von einer planmäßigen Kürzung. Das Festival wird vom Bund sowie Sachsen und Brandenburg finanziert.

„Ein magischer Ort mit vielen Bildern“

Eröffnet wird das Festival  in der Brikettfabrik „Louise“ in Domsdorf im Elbe-Elster-Kreis. Aufgeführt wird „Sonettfabrik“. Es basiert auf den Sonetten Shakespeares und nimmt Bezug auf die den Spielort. „Ein magischer Ort, ein Ort der vielen Bilder“, schwärmt Autor Michael Sturminger. Das Publikum kann in diesem Industriedenkmal mittendrin im Stück sein.

Weltpremiere für Krabat-Oper

Festival-Besucher können eine Welturaufführung erleben. Krabat, die sagenhafte Zaubergestalt der Lausitz, kommt als Familienoper auf die Bühne.  Komponist Marius Felix Lange hat Musik und Libretto für die Krabat-Oper geschrieben.   Damit soll auch ein regionaler Akzent auf dem Festival gesetzt werden. „Krabat“ wird  am 13. September aufgeführt. Die Oper soll anschließend in das Repertoire des Görlitzer Musiktheaters übernommen werden. Das Festival-Finale bestreitet Weltstar Ute Lemper. Sie singt im Deutsch-Sorbischen Theater Bautzen Songs von Kurt Weill.

Beziehungsdrama auf Abraumbrücke

Die Festival-Leitung verspricht „drei prall gefüllte Wochen“. Erneut aufgenommen wird   „Othello / Die Fremden“ mit Götz Schubert als Jago und Leonard Burkhardt als Othello. Aufführungsort ist wieder das ehemalige Glaswerk „Telux“ in Weißwasser.  Dabei ist das Publikum mitten im Geschehen. Es kann an mehreren Orten verschiedene Aspekte des Stücks kennenlernen.  

Das Beziehungsdrama „Müller & Müller“ wird im Besucherbergwerk F60 aufgeführt. Die stillgelegte Abraumförderbrücke ist seit vielen Jahren Kulturort. Michael Höppner beleuchtet Facetten der intensiven Ehe zwischen dem Dramatiker Heiner Müller und seiner Frau Inge und ihre gemeinsame literarische Arbeiten im Tagebau Klettwitz. Ein szenischer Musikabend steht auf dem Spielplan, und zwar in der Kirche von Cunewalde, der größten evangelischen Dorfkirche in Deutschland. Zum Festival-Programm gehören auch zwei große szenische Lesungen und philosophische Debatten in der Reihe „Lausitz Labor“.

Tickets ab sofort erhältlich

Das Lausitz Festival steht diesmal unter dem Motto „unsbewusst“. Den Veranstaltern zufolge soll es das „Wir“ und die Gemeinschaft in den Fokus stellen.Es gehe nicht nur darum, aus der Region „einen Standort für erneuerbare Energien zu machen, sondern dass das Herz, dass die Seele auch angesprochen werden muss“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer der dpa vor der Programmvorstellung.

Tickets können ab sofort erworben werden.  – online über Lausitz-festival.reservix.de und in den Vorverkaufsstellen. 

Das komplette Programm: www.lausitz-festival.eu.