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Lausitz forscht an neuen Flugzeugantrieben

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In Cottbus wird an einem neuen Antriebssystem für Mittelstreckenflugzeuge geforscht. Es geht um hybridelektrisches Fliegen. An der Lösung der Aufgabe beteiligen sich neben der BTU auch mehrere Fraunhofer-Institute sowie weitere Partner unter Federführung von Rolls-Royce Deutschland.

Bis Mitte 2026 wollen die Beteiligten liefern.   Dabei geht es vor allem um Prototypen. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Denn auch anderswo auf der Welt sind Wissenschaftler und Ingenieure an dem Thema dran. Die Projektpartner bringen spezifische Kompetenzen ein, um dem Flugzeugbauer Lösungen für eine spätere Serienentwicklung verfügbar zu machen. 

Das Center for Hybrid Electric Systems der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg übernimmt Entwicklungsumfänge und koordiniert zukünftig Aufträge der von Rolls-Royce Deutschland beispielsweise an die Fraunhofer-Institute erteilten Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Gleichzeitig werden die Cottbuser den Kompetenzaufbau für eine spätere Serienfertigung hybridelektrischer Passagierflugzeuge in der Lausitz sicherstellen.

Hybridelektrisches Fliegen ist kurz so erklärt: Eine Gasturbine erzeugt elektrische Energie, mit der ein Zwischenbatteriespeicher geladen wird; für den Antrieb bezieht das Flugzeug seine elektrische Energie aus diesem Speicher. Größere sowie langsamer drehende Rotoren erzeugen weniger Lärm am Boden und verursachen einen deutlich kleineren Lärmteppich als Flugzeuge mit konventionellem Antrieb.