Lausitz im Schwitzkasten - Hitzepol Hoyerswerda

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Hoch „Efim“ hat am Wochenende die Lausitz in den Schwitzkasten genommen. Es war so warm wie noch nie – wenige Tage vor dem Sommeranfang. In Hoyerswerda wurden heute 39 Grad gemessen. Damit war die Stadt nach Dresden-Strehlen der zweitheißeste Ort in Sachsen und der Hitzepol in der Oberlausitz. Ein böiger Südwestwind machte es etwas erträglich, aber die Arbeit der Feuerwehr schwer.  

Sie rückte zu mehreren Bränden aus. Nördlich von Niesky brach heute Nachmittag ein größerer Waldbrand aus. Die Flammen breiteten sich auf einer Fläche von vier bis sechs Hektar aus.  Von den rund 130 Feuerwehrleuten wurde einer verletzt.  Er kam in ein Krankenhaus. Die Löscharbeiten dauern an. Sie gestalten sich in dem schwer zugänglichen Gebiet schwierig. Wind fachte am Nachmittag das Feuer immer wieder an. Tanklöschfahrzeuge pendelten zunächst von nahe gelegenen Teichen zu den Brandstellen. Am Abend wurden zwei feste Löschwasserstrecken aufgebaut. Die in der Nähe vorbeiführende B 115 wurde zeitweilig gesperrt. Rauch behinderte die Sicht.

Unterdessen hilft die Cottbuser Feuerwehr bei der Bekämpfung des großen Waldbrandes bei Treuenbrietzen, rund 50 Kilometer südlich von Berlin.  Gut zwei Dutzende Einsatzkräfte rückten heute Nachmittag aus.

Rettungsdienste eilten in Dutzenden Fällen zu Menschen, deren Kreislauf kollabiert war. Hitze und Wind brachten auch mehrere Bäume zu Fall. Im tschechischen Teil des Riesengebirges  fiel eine rund 30 Meter hohe Fichte auf ein Auto. Drei Insassen wurden erschlagen. Ein Vierter erlitt schwere Verletzungen Er wurde in ein Krankenhaus geflogen. Der Unfall passierte am Fuße der Schneekoppe.

Andrang herrschte in Freibädern. Vor den Kassenhäuschen standen die Menschen zeitweise Schlange, so zum Beispiel im Masseneibad Großröhrsdorf. An Berzdorfer-, Olbersdorfer- und Bärwalder See suchten Hunderte Badegäste Erfrischung, darunter auch Besucher aus Tschechien und Polen.