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Kretschmer ermuntert zu Protest gegen früheren Kohleausstieg

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat zum Protest aus der Lausitz gegen den vorgezogenen Kohleausstieg ermuntert. Der CDU-Politiker riet den Gewerkschaften, sich nicht leichtfertig auf den  Weg der Berliner Ampelkoalition einzulassen,  Er sprach heute auf einer Lausitzkonferenz von  Vertrauensbruch. Tausende guter Ersatzarbeitsplätze zu schaffen, gelinge nicht binnen fünf bis acht Jahren, dafür brauche es mehr Zeit. 

Dagegen schlug Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke versöhnliche Töne an. Die getroffenen Vereinbarungen würden nicht in Frage gestellt. Das hätten die Koalitionspartner in Berlin zugesichert. Die Menschen in der Lausitz könnten sich darauf verlassen, sagte der SPD-Politiker. Der Einstieg in den Kohleausstieg ist nach seiner Ansicht schon gelungen. Als Beispiele nannte er den Ausbau des ICE-Instandhaltungswerks und das Praxislabor für grünen Wasserstoff in Cottbus.

Die Berliner Ampelkoalition peilt den Ausstieg aus der Braunkohle bis 2030 an, und nicht erst 2038.