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Lausitzer Fischwochen gehen in die nächste Runde

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Oberlau­sitzer Wirte locken wieder mit Köstli­chem aus heimi­schen Teichen. Heute werden in Königswartha die 19. Lausitzer Fisch­wo­chen eröffnet - wegen der Corona-Pandemie aber ohne Publikum. Rund 30 Gaststätten, Teich­wirt­schaften, Pensionen  Hotels und andere touris­ti­sche Anbieter betei­ligen sich an der Schlem­mer­tour. Ob Biokarpfen blau, Welsfilet  oder Forelle – Feinschme­cker dürften in den nächsten sechs Wochen voll auf ihre Kosten kommen.

Abgerundet werden die Lausitzer Fisch­wo­chen durch Veran­stal­tungen – von Teich­wan­derungen bis zu den großen Abfisch­festen. Mit der Aktion soll Lausitzer Fisch Touristen, aber auch Einhei­mi­schen schmack­haft gemacht werden. Die Lausitzer Fischwochen enden dann am 1. November.

In den vergangenen Jahren gab es rund 1700 Tonnen Karpfen aus heimischen Teichen. In diesem Jahr, so die Befürchtung, könnten es deutlich weniger sein.  Auf die Qualität der Fische habe der Wassermangel aber keinen Einfluss, betonte Andreas Stummer, Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes. „Es ist davon auszugehen, dass die Karpfen ähnlich gut gewachsen sind wie in den letzten Jahren.“

Die Trockenheit sorgt zudem für ein weiteres Problem: Wenn die Wasserstände in den Teichen sinken, kommen Räuber wie Kormoran, Fischotter, Reiher und Seeadler leichter an die begehrte Beute. Daher könnten begehrte „Beifische“ wie Hecht, Zander, Schleie‎ in diesem Jahr eher Mangelware sein, so Stummer. Diese Verluste seien für die Teichwirte nur schwer zu kompensieren, da mit ihnen die besten Preise auf dem Markt erzielt werden könnten.

Auch die Corona-Krise bekamen viele Teichwirte zu spüren: Weniger Wochenmärkte, Hotels und Restaurants konnten mit frischem Frisch beliefert werden. Auf der anderen Seite gebe es Zuwächse bei der Direktvermarktung, berichtete Stummer. „Viele Bürger und ‎Heimaturlauber haben Ihre nähere Umgebung wieder neu entdeckt.“ Und bei vielen Teichwirtschaften mit angeschlossenem Laden für steigende Umsätze gesorgt. „Dieser Trend hält ‎bis heute an.“ (th/dpa)