Lausitzer Handwerk erwartet pragmatische Lösungen
Die Stimmung im Lausitzer Handwerk ist im Keller. Etliche Unternehmen fühlten sich nicht ernst genommen oder im Stich gelassen, beklagte die Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus, Corina Reifenstein mit Blick auf die Politik. Sie hätten den Eindruck, dass nicht wertgeschätzt werde, was sie Tag für Tag leisteten.
Die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft kümmerten sich um alles Mögliche, nur nicht um die sorgen der kleinen und mittleren Betriebe, reflektierte Reifenstein gestern Abend auf dem Empfang der Handwerkskammer Cottbus die Stimmung. Die Unternehmen erwarteten Orientierung, Planungssicherheit und vor allem pragmatische Lösungen.
Reifenstein kündigte den Bau einer weiteren Bildungsstätte im Norden des Kammerbezirks an. Damit sollen die Betriebe stärker unterstützt werden. Die Handwerkskammer Cottbus betreibt derzeit Bildungszentren in Gallinchen und Großräschen. „Seit Mitte der 90er-Jahre waren es mehr als 195.000 Teilnehmer. Wir reden nicht nur über Bildung. Wir setzen diese praktisch um und sind Vorreiter für neue Berufe und Technologien.“