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Lausitzer in Thailand wegen Mordes verurteilt

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Wegen des Mordes an seiner thailändischen Freundin ist ein Fitnesstrainer aus der Lausitz zu einer acht Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht in Phuket  erkannte den Lübbenauer des  vorsätzlichen Mordes für schuldig. Zudem wurde der zum Tatzeitpunkt 36-Jährige in weiteren Punkten schuldig gesprochen: Er hatte die Leiche seiner Freundin versteckt, ihren Ausweis entwendet und Geld abgehoben. Außerdem besaß er eine kleine Menge der synthetischen Droge Crystal Meth. Das Urteil trat sofort in Kraft und der Mann wurde in ein Gefängnis in Phuket gebracht.

Die 35 Jahre alte Thailänderin war im Juli 2017 getötet worden. Nachbarn sagten, vor der Tat sei es immer wieder zu Streit zwischen dem Paar gekommen. Der Mann hatte sich im November des Totschlags für schuldig befunden, nicht aber des Mordes. Er habe seine Freundin gewürgt, sie aber nicht töten wollen, sagte der Brandenburger. Das widersprach einer früheren Aussage von ihm in einem Polizeiverhör kurz nach seiner Festnahme, in dem er sich des Mordes schuldig bekannt hatte.

Das Strafmaß wurde von den ursprünglichen 17 Jahren und vier Monaten auf acht Jahre und acht Monate halbiert. Nach Angaben eines Gerichtsmitarbeiters geschah dies, weil der Angeklagte sich schuldig bekannt hatte. Dies ist eine in Thailand gängige Praxis.

Die Kosmetikern war Anfang Juli 2017 verschwunden. Acht Tage später wurde ihr Leichnam im Dschungel gefunden. Laut dem gerichtsmedizinischen Bericht bekam das Opfer einen Schlag auf den Kopf, wurde mit einem scharfen Gegenstand niedergestochen und anschließend erwürgt.