Lausitzer Wissenschaftler statten Fledermäuse mit Sensoren aus
Cottbuser Wissenschaftler bringen die Fledermausforschung voran. Gemeinsam mit anderen Forschern haben sie einen Mini-Sensor entwickelt. Das nur zwei Gramm schwere Gerät, das automatisch Kontakte zwischen den Fledermäusen aufzeichnet, wird den Tieren auf den Rücken geklebt. Damit können Flugbewegungen aufgezeichnet und bislang unbekanntes Sozialverhalten der nachtaktiven Tiere erkundet werden, so Alexander Kölpin, Professor an der BTU Cottbus-Senftenberg. Die Entwicklung der Sensoren bezeichnete er als Herausforderung. "Die Antenne musste in ihrer Geometrie stark verkürzt und die Schaltung dreidimensional an den Körper der Fledermaus angepasst werden. Auch die Aerodynamik hatten wir im Blick", so der Professor.Simone Ripperger vom Museum für Naturkunde ist erfreut über die Entwicklung: "Erstmals konnte mit dieser Technik belegt werden, dass Fledermausmütter ihre Jungtiere zu neuen Quartieren geleiten".