Lausitzrunde fordert gerechte Verteilung der Kohle-Millionen
Bürgermeister aus dem Lausitzer Revier haben eine gerechte Verteilung der Kohlemillionen für den Strukturwandel gefordert. 75 Prozent der Gelder müssten in kommunale Projekte vor Ort umgesetzt werden. Es sollte deutlich stärker in den aktiven Kohlerevieren wirken, erklärte die Lausitzrunde. Als nicht zielführend bezeichnete das Bündnis die Finanzierung von über 50 Prozent der Landesmaßnahmen aus den Mitteln der Strukturentwicklung.
Die Bürgermeister sehen in dem großzügig geförderten Umzug der Landesuntersuchungsanstalt von Dresden nach Bischofswerda ein falsches Signal an die Kohle-Kumpel. Der Antrag war bestätigt worden. Die Verlagerung der Behörde wird mit 165 Millionen Euro aus dem Strukturmittelfonds unterstützt. Weiter fordert die Lausitzrunde, das geplante Großforschungszentrum auf verschiedene Standorte aufzuteilen. Es wäre falsch, die Einrichtung nur in einer Stadt, zum Beispiel in Görlitz, aufzubauen.
Die Lausitzrunde ist ein Bündnis von Bürgermeistern, Amtsdirektoren und Landräten.