Lehrerin nach Gewaltattacke an Spremberger Schule wieder im Dienst
Nach einem Angriff von einem Schüler an der Berufsorientierenden Oberschule Spremberg ist die verletzte Lehrerin wieder im Dienst. Die Schule habe das Geschehene innerhalb der Klassenkonferenz sowie pädagogisch mit den Schülern aufgearbeitet, so das Bildungsministerium.. Zu Einzelheiten äußerte sich die Behörde nicht, „aus datenschutzrechtlichen Gründen“, wie es hieß.
Wie die „Lausitzer Rundschau“ berichtete, wurde der Siebtklässler für einige Tage vom Unterricht ausgeschlossen. Pädagogische Maßnahmen sollen demnach im Nachgang folgen, auch Gespräche mit den Eltern des Jungen.
Nach Angaben des Bildungsministeriums kam es bereits am 21. Februar „zweimal zu einem körperlichen Angriff“ gegen die Lehrerin. Laut „Lausitzer Rundschau“ soll der Junge die 51-Jährige zunächst zur Seite geschubst haben. Die Frau meldete den Vorfall im Lehrerzimmer. Als sie zurückkehrte, soll sie beleidigt und vom gleichen Schüler mit beiden Händen und „mit sehr hoher Krafteinwirkung auf die Brust“ stark nach hinten gestoßen worden sein. Dem Bericht zufolge erlitt die Lehrerin Prellungen und Blutergüsse.
Strittig ist, ob es bei dem Vorfall auch zu einer diskriminierenden Beleidigung der Frau kam. „Die anderen Schüler haben herabwürdigende Sätze, die sich auf die Herkunft beziehen, nicht gehört“, sagte der Schulleiter der „Lausitzer Rundschau“. (dpa)