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Lehrermangel - 200 Pädagogen demonstrieren in Dresden

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Rund 200 Pädagogen haben in Dresden gegen einen drohenden Lehrer­mangel demons­triert und Sofort­maß­nahmen gefor­dert. „Es gibt zu viele Schüler und zu wenig Bewerber“, sagte der Vorsit­zende des sächsi­schen Lehrer­ver­bandes (SLV), Jens Weichelt, am Montag. Bis 2020 werde die Zahl der Schüler in Sachsen um mehr als 12 Prozent steigen. „Wir brauchen mindes­tens 600 zusätz­liche Lehrer, um allein diesen Anstieg abzufangen“, so Weichelt. Der Landes­el­ternrat warnte von einem drohenden „Knock-out“ in diesem Sommer.Nach Ansicht des SLV müssen daher Sofort­maß­nahmen bereits für das neue Einstel­lungs­ver­fahren zum 1. August einge­leitet werden, um Nachwuchs etwa aus anderen Bundes­län­dern nach Sachsen zu locken. Es sei ein großer Nachteil, dass Sachsen nicht verbe­amte, so Weichelt. Unter anderem fordert der Verband höhere Einstiegs­ge­hälter und bessere Eingrup­pie­rungen als Anreiz. „Wir brauchen Lehrer gerade auf dem Land und an Brenn­punkt­schulen.“Der SLV hatten gemeinsam mit dem Philo­lo­gen­ver­band Sachsen und dem Berufs­schul­leh­rer­ver­band zur Demons­tra­tion vor dem Finanz- und Kultus­mi­nis­te­rium aufge­rufen. Hinter­grund sind laufende Haushalts­ver­hand­lungen zwischen den beiden Minis­te­rien. (DPA)