Lehrerstreiks in Dresden, Chemnitz und Leipzig
Nach den Warnstreiks der Lehrer am Dienstag an allen Dresdner Grund- und Oberschulen stehen ab Mittwoch weitere Streiks auf dem Plan. Ab der vierten Unterrichtsstunde soll in Leipzig und Chemnitz gestreikt werden. Ausgenommen sind Lehrer, die bei Abschlussprüfungen eingebunden sind. In Dresden hatten sich am Dienstag knapp 200 Lehrer an den Streiks beteiligt.Mehr Informamtionen, welche Schulen betroffen sind, sowie Infos für die Eltern stehen hier. Dazu aufgerufen hat die Lehrergewerkschaft GEW. Sie streikt zur Durchsetzung von Tarifverhandlungen zur Eingruppierung. Durch besseres Einkommen sollen ältere Lehrer zum Bleiben bewegt werden. Zudem soll angesichts steigender Schülerzahlen für junge Lehrer der Anreiz steigen, in Sachsen Lehrkraft zu werden. Weder Prüfungsabläufe noch Klassenfahrten werden berührt sein, steht in einer Mitteilung der GEW. Statement von Kultusministerin Bruhnhild Kurth zur Betreuungspflicht: Schulen haben auch im Streikfall eine Aufsichts- und Betreuungspflicht gegenüber den Schülern. Der Unterricht fällt an den bestreikten Schulen nicht automatisch aus. Je nach Streikbeteiligung der Lehrer werden Betreuungspläne aufgestellt bzw. findet eine Beschulung statt. Die Schulleitungen werden die Eltern schnellstmöglich darüber informieren, wie der Schulbetrieb sichergestellt wird. Sind sich Eltern unsicher, ob sie ihr Kind nach Hause lassen gehen können, sollten sie sich einfach telefonisch bei der Schule erkundigen. Tarifverhandlungen gehören zur sozialen Marktwirtschaft dazu. Ich hoffe, die Auseinandersetzungen werden nicht auf den Rücken der Schüler ausgetragen. Schulleiter haben im Ausnahmefall auch die Möglichkeit – in Absprache mit der Gewerkschaft bzw. der örtlichen Streikleitung so genannte Notdienstarbeiten anzuweisen.