Leinen los am Partwitzer See! Grünes Licht für neuen Hafen
„Leinen los“ hieß es am Montag (19.8.) am Partwitzer See als Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch und die Chefin der Landesdirektion Sachsen Regina Kraushaar die Planungsgenehmigung für einen Hafen am Partwitzer See an die Bürgermeisterin der Gemeinde Elsterheide Antje Gasterstädt übergab.
Damit möchte der mit 1100 Hektar größte See im sächsischen Gebiet des Lausitzer Seenlands Wasserwanderer und die Tagesschifffahrt anlocken. Weiterhin hofft Bürgermeisterin Gasterstädt auf neue Ansiedlungen von Gewerbe und Bewohnern, die durch die Mole, wie sie sie selbst bezeichnet, eine gute Infrastruktur vorfinden. Dass der Partwitzer See im Seenlandmaßstab beim Hafenbau hinterherhingt, führen die Verantwortlichen auf die besonderen Wind- und Wellenbedingungen und damit auf eine aufwendigere Sicherheit bei den Berechnungen und Genehmigungen.
Kernstück des Hafens wird ein rund 170 Meter langes Molenbauwerk mit Anlegestelle für die öffentliche Fahrgastschifffahrt. Dahinter entstehen vier wellengeschützt liegende Schwimmstege mit Liegeplätzen für insgesamt 112 Sportboote bis 10 Meter Länge. Über eine Slipanlage mit Rampe können Boote mit und ohne Motor auf Anhängern in die Marina eingelassen oder herausgezogen werden. Auch eine Löschwasserentnahmestelle für die Feuerwehr sowie der Anschluss an bestehende Zuwegungen zum Hafen sind geplant.
Landrat Udo Witschas nimmt die Planungsgenehmigung zum Anlass laut über die Zukunft der uneingeschränkten Schiffbarkeit zwischen den See in Brandenburg und Sachsen mittels klappbaren Brücken auch für die vielen Segelschiffe möglich zu machen. Mit der Fertigstellung der Mole wir voraussichtlich im Jahr 2027 gerechnet.