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Leitbild-Diskussion in Bautzen eröffnet

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Bautzen will sich ein neues Leitbild geben. Gefragt sind Visionen für 2030 und darüber hinaus. In das Zukunftspapier sollen maßgeblich die Wünsche der Einwohner einfließen. Fast 300 Vereine, Initiativen, Institutionen und Parteien wurden Ende vergangenen Jahres angeschrieben und um ihre Ideen gebeten. 40 meldeten sich bislang zurück.

Leitbild Bautzen 2030 Plus. Erste Vorschläge und Ideen liegen vor.

Was ist den Bautzenern wichtig?

Sie wollen eine familienfreundliche Stadt, mehr Spielplätze, kostenfreie Kitas, ein vielseitiges Kita- und Schulangebot. Die Bautzener wünschen sich auch ein zentrales Vereinshaus, so wie damals das „Wally“. Sie wünschen sich mehr Grün, mehr Bäume und eine autofreie Altstadt. Der öffentliche Nahverkehr sollte ausgebaut werden. Dazu gehört für viele auch eine S-Bahn-Verbindung nach Dresden. Zudem wird der Ausbau des Fahrradnetzes angeregt.

Wie geht es weiter?

Jetzt geht es in die Themendiskussion. Am 21. März sind die Visionen der jungen Bautzener gefragt – auf einer Jugendideenkonferenz. An diesem Tag wird auch über das Thema „Identität“ diskutiert. Eine Steuerungskommission nimmt die Vorschläge auf und stellt sie in den Vorentwurf für das Leitbild. Ab Juni werden die Bautzener zu acht Themenveranstaltungen eingeladen. So soll zum Beispiel über „Kultur und Sorben, “Wirtschaft und Infrastruktur, „Bildung und Weltoffenheit sowie Tourismus diskutiert werden. Es handelt sich um moderierte Themenforen. Die sich daraus ergebenden Vorschläge und Ideen sollen ebenfalls in den Leitbildentwurf einfließen. Ende dieses Jahres soll das Papier vorliegen. Der Entwurf wird Anfang 2019 vorgestellt und soll dann auch verabschiedet werden.

Wie sieht es mit der Umsetzung der Ideen aus?

Die Ideen werden konkretisiert und in einem speziellen Papier festgehalten, dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept, kurz INSEK. Es bildet die Grundlage für entsprechende Stadtratsbeschlüsse in den kommenden Jahren.