Letztes Warnzeichen vor Streik bei Bombardier Görlitz
Rund 800 Bombardier-Beschäftigte haben am Vormittag für den Erhalt des Görlitzer Werkes demonstriert. Sie forderten ein klares Bekenntnis von der Geschäftsführung, so vor allem zum Verbleib der Teilefertigung in Görlitz.
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig bekräftigte das Angebot für eine Technologieförderung, wenn Bombardier eine Standortgarantie abgebe. Die Hand sei ausgestreckt, sagte er vor den Beschäftigten. Das Werk in Görlitz dürfe nicht nur eine Stecknadel auf der Karte der kanadischen Konzernzentrale sein. Der Standort sei ein wichtiger Teil der Region und das müsse er auch bleiben.
Dazu gehöre auch, dass Bombardier weiter Arbeit nach Görlitz bringe. Das Werk sei ab 2019 nicht voll ausgelastet. Neue Aufträge müssten her, forderte Jan Otto, Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen.
Am kommenden Mittwoch soll Bombardier-Deutschland-Chef, Germar Wacker, vor der Görlitzer Belegschaft sprechen. Von ihm erwarten IG Metall und Betriebsrat eine klare Aussage zur Teilefertigung. Sollte dieser Bereich tatsächlich ausgelagert werden, stehen die Signale auf Streik. Die Protestkundgebung heute war ein letztes Warnzeichen.