Lichterkette und Gipfel - „Ruf von Bautzen darf nicht weiter beschädigt werden“ - Schiemann wirft Stadt Versäumnisse vor
Fast 600 Menschen haben am Dienstagabend in Bautzen eine Lichterkette gebildet. Sie wollten damit ein Zeichen gegen Gewalt, Hass und Angst setzen. Sie reagierten damit auf die Krawalle in den vergangenen Wochen in der Stadt. Die Menschen formierten sich mit Kerzen vom Kornmarkt – dem Ausgangspunkt der Ausschreitungen – bis hin zum Asylbewerberheim an der Dresdener Straße. Aufgerufen zur Lichterkette hatte die SPD.
Bautzen sucht weiter nach Wegen aus der Misere. Morgen am späten Nachmittag (17 Uhr) wollen sich Stadträte auf dem Kornmarkt mit den Ausschreitungen der vergangenen Wochen beschäftigen. Um 15.30 Uhr kommen Politiker von Land, Landkreis und Stadt zu einem "Bautzen-Gipfel" zusammen. Dazu hat der Bautzener CDU-Landtagsabgeordnete Marko Schiemann eingeladen. Erwartet wird u.a. Sachsens Innenstaats-Sekretär Wilhelm.
Der Ruf von Bautzen dürfe nicht weiter geschädigt werden, so Schiemann im Interview mit unserem Sender. Er warf der Stadt Versäumnisse vor. Bautzen hat zu spät auf die Ausschreitungen in den vergangenen Wochen reagiert. Deshalb sei die Lage eskaliert, so Schiemann.
Der Politiker forderte eine enge Sicherheitspartnerschaft von Stadtverwaltung und Polizei – außerdem eine Überwachung des Kornmarktes mit Kameras und ein Alkoholverbot, so wie in Görlitz.