LKA Sachsen vollstreckt Haftbefehl gegen falschen Polizisten

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Dresden -

 Im Zuge eines bundesweiten Verfahrens gegen falsche Polizisten hat das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) einen Haftbefehl in Ostfriesland vollzogen. Ein 28-Jahre alter Mann sitzt jetzt wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs in sieben Fällen und des versuchten gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs in zehn Fällen in Untersuchungshaft, wie das LKA am Freitag in Dresden mitteilte.

Das Verfahren ist Teil eines Ermittlungskomplexes mit mehreren, zum Teil international agierenden Beschuldigten und einer Vielzahl von Straftaten zum Nachteil vor allem älterer Menschen, wie das LKA weiter mitteilte. Von Ende 2014 bis Mitte 2016 soll ein Gesamtschaden von über zwei Millionen Euro entstanden sein.

Die Täter gingen dabei nach einer inzwischen bundesweit bekannt gewordenen Masche vor. In Telefonaten mit den Geschädigten gaben sie sich als Polizisten aus. Den Betroffenen wurde vorgetäuscht, ihre Bankguthaben oder Wertgegenstände seien nicht mehr sicher und müssten vor dem Zugriff Krimineller geschützt werden. So gelang es den Tätern, die Opfer dazu zu bringen, Vermögenswerte in das Ausland zu transferieren oder Bargeld, Schmuck und und andere Wertgegenstände an vermeintliche Polizisten zu übergeben. (DPA)