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Lobbyarbeit für gemeinsame Fernwärmeversorgung Görlitz-Zgorzelec

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Görlitz leistet Lobbyarbeit für die gemeinsame Fernwärmeversorgung mit Zgorzelec. Oberbürgermeister Octavian Ursu führte gestern Gespräche in der polnischen Botschaft in Berlin.  2030 sollen beide Netze komplett auf erneuerbare Energieträger umgestellt sein.  Damit werden  50.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart und somit eine klimaneutrale Bilanz erreicht. 

Das Konzept sieht vor, dass alle fünf Fernwärmegebiete in der Europastadt miteinander verbunden werden – mit einer insgesamt zwölf Kilometer langen Leitung. Sie wird am Klärwerk-Nord über die Neiße nach Zgorzelec verlaufen. Der Berzdorfer See liefert künftig ein Drittel der sauberen Wärme für Görlitz und Zgorzelec. Das Verfahren heißt „Seethermie“. Am See wird ein Wärmetauscher errichtet. „Wasser aus dem See durchläuft die Anlage, die Wärme wird herausgezogen und das Wasser wird wieder zurück in den See geleitet“, erläutert Sascha Caron, Prokurist der Stadtwerke Görlitz. Hinzu kommt eine Wärmepumpe für gereinigtes Abwässer an der Kläranlage „Nord“.

In diesem Jahr geht es in beiden Städten mit ersten Bauprojekten los.  Fördermittel  für die ersten Investitionen des rund 195 Millionen Euro teuren Vorhabens stehen bereit.