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Löbauer wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

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Wegen sexuellen Missbrauchs und Beischlaf zwischen Verwandten ist heute ein Löbauer zu einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden und zur Zahlung von 1.500 Euro an den Kinderschutzbund. Nach Überzeugung des Landgerichts Görlitz hatte der 55-Jährige mehr als 100-mal Sex seiner Tochter, und zwar von 2018 bis 2020. Im ersten Jahr war sie erst 17.

Das Gericht hatte keine Zweifel an den Aussagen der jungen Frau und stufte die Äußerungen der Entlastungszeugen als unglaubwürdig ein. Sie hatte bei ihrem Vater im Doppelbett geschlafen. Er habe sie wie seine Ehefrau betrachtet. Beide hätten eine „liebevolle Beziehung“ geführt, so der Vorsitzende Richter, Uwe Böcker. Als ein Indiz wertete er den Whatsapp-Verkehr zwischen Beiden. „So kommuniziert ein Pärchen miteinander und nicht ein Vater mit seiner Tochter.“

Der Angeklagte hatte die Taten bestritten. Er wies die Vorwürfe als frei erfunden zurück und sprach von einer Racheaktion. Der Verteidiger forderte Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.