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Gegen sauren Boden werden Wälder gekalkt

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In Sachsen fliegen momentan wieder Hubschrauber über den Wäldern, um Kalk auszubringen. So soll die Versauerung der Böden bekämpft werden, hat Sachsenforst mitgeteilt. Noch bis Oktober werden fast 7.700 Hektar Wald im Freistaat gekalkt – vor allem im Vogtland, im Erzgebirge und im Raum Chemnitz.

Die Hubschrauber verstreuen dafür 23.000 Tonnen gemahlenen Naturkalk. Das sind etwa 3 Tonnen pro Hektar. Die Kalkung kompensiert Schäden aus der Vergangenheit. Jahrzehntelange hat saurer Regen die Waldböden tief und langanhaltend versauert.

Damit Waldspaziergänger nicht durch herabrieselnden Kalk eingestaubt werden, müssen einzelne Wälder für jeweils ein bis zwei Tage gesperrt werden. Wer in solchen Gebieten Pilze und Beeren sammelt, sollte sie vor dem Essen gründlich waschen.

Der Zeitraum für die Kalkung ist auf Juli bis Oktober begrenzt. Um Wildtiere zu schützen, wird während der Brutzeiten im Frühjahr kein Kalk ausgebracht. Und bei schlechtem Wetter im Spätherbst können die Hubschrauber nicht fliegen. Seit 1986 sind im Freistaat mittlerweile fast 400.000 Hektar Wald gekalkt worden, so Sachsenforst.