Mammutprozess in Görlitz gegen mutmaßliche Anlegebetrüger
Wegen Betrugs müssen sich seit heute zwei Männer aus Thüringen vor dem Landgericht Görlitz verantworten. Sie sollen Anleger geprellt haben – so der Vorwurf. Die Angeklagten hätten mehr als 100 Kunden im gesamten Bundesgebiet mit Renditeversprechen zwischen einem und 1,5 Prozent pro Monat gelockt und so über zwei Millionen Euro eingenommen, wirft ihnen die Staatsanwaltschaft vor.
Dabei hätten die Angeklagten - sie sind 45 und 46 Jahre alt - Verbindungen zu namhaften Investmenthäusern und Großbanken vorgegaukelt. Die Gelder der Anleger seien aber in spekulative Geschäfte und Provisionen geflossen. Nur 1,1 Millionen Euro gingen laut Staatsanwaltschaft an die Anleger als Renditen und Kapitalrückzahlungen.
Das Gericht will mehr als 40 Zeugen hören. Außerdem wurden Gutachter geladen. Zehn Verhandlungstage sind geplant - der letzte Ende März.