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„Marienberger Jäger“ proben Ernstfall in der Oberlausitz

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250 Bundeswehrsoldaten proben aktuell den Ernstfall in der Oberlausitz. Die Streitkräfte des Panzergrenadierbataillon 371 aus Marienberg absolvieren in den kommenden zwei Wochen eine Großübung. Dabei sollen die sogenannten „Marienberger Jäger“ besonders auf größere Gefechtssituationen und Sprengungen im Feld vorbereitet werden. „Konkret geht es um den Erhalt der Fähigkeiten für die Streitkräfte, aber auch um die Aus- und Weiterbildung neuer Kräfte.“, schildert Brigadegeneral Alexander Krone. Die Soldaten zählen zu den Kampfgruppen des Heeres und unterstützen die schnelle Eingreiftruppe der NATO-Streitkräfte. Im Ernstfall stehen sie als Mitglied der „NATO Very High Readniness Joint Task Force“ bei der Landes- und Bündnisverteidigung an vorderster Front.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer stattete der Truppe am Freitag einen Besuch ab und sprach etwa 45 Minuten mit den Soldaten. Dabei bekräftigte er auch die wichtige Stellung der Bundeswehr im Land. „Wir spüren in der Bevölkerung  mehr Akzeptanz, mehr Respekt und mehr Verständnis für diesen Dienst.“, erklärt der Regierungschef.

Gleichzeitig bekräftigte er die Ausbaupläne für den Bundeswehrstandort in der Oberlausitz. Bis zu 1.000 Bundeswehr-Angehörige sollen hier in den nächsten Jahren stationiert werden. Bis zum Sommer nächsten Jahres soll in Gesprächen mit dem Bundesverteidigungsministerium entschieden werden, welche Dienstposten und Einrichtungen verbindlich in der Lausitz angesiedelt werden. „Das Ob ist entschieden, jetzt geht es um das Wie - und das wird sich in den nächsten Monaten klären.“, so der CDU-Politiker. Konkret geht es in diesem Zusammenhang auch um die Ansiedlung einer Forschungseinrichtung zur Erprobung autonomer Systeme.