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Martin Dulig: Bombardier bekennt sich zu Standorten in der Lausitz

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Bombardier will seine Werke in Görlitz und Bautzen langfristig erhalten. Das ist das Ergebnis eines Gespräches mit Wirtschaftsminister Martin Dulig. Dieser ist zur Zeit in Kanada unterwegs und hatte sich am Montag mit der Konzernspitze getroffen. Dabei dankte die Konzernspitze von Bombardier der Staatsregierung und den Städten Görlitz und Bautzen für die Unterstützung der beiden Standorte in den vergangenen Jahren, etwa beim Bau von benötigten Straßen und Brücken. Laut dem Sächsischen Wirtschaftsministerium schätzt Bombardier die gut ausgebildeten Fachkräfte hier bei uns und möchte die Standorte zu einem Aushängeschild des Unternehmens fortentwickeln.Hier finden Sie die komplette Information zur Kanada-Reise des Ministers:Wirtschaftsminister erhält Bekenntnis zum Erhalt der von Bombardier für Standorte Bautzen und Görlitz

Wirtschaftsminister Martin Dulig und seine 25-köpfige Delegation haben am Montag in Montreal die ersten politischen und wirtschaftlichen Termine ihrer Kanada-Reise absolviert. Montreal ist mit rund 1,7 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kanadas (nach Toronto) und die größte Stadt der franco-kanadischen Provinz Québec. 

Nach einem Briefing durch das Generalkonsulat und der Außenhandels-kammer, traf sich Minister Dulig mit Christine St-Pierre, Ministerin für interna-tionale Beziehungen der Provinz Quebec. Neben den Themen eMobilität, Smart City, Smart Mobility und Rohstoffwirtschaft, besprachen beide Minister auch aktuelle Fragen der Zuwanderungspolitik. Es ging sowohl um geregelte Zuwanderung, als auch um Fragen der Integration von Geflüchteten. „Kanada hat in diesem Bereich langjährige Erfahrungen“, so Minister Dulig. „Vor allem bei der geregelten Zuwanderung können wir viel lernen. Denn auch in Kanada werden immer mehr Fachkräfte gesucht, welche gezielt im Ausland angeworben werden.“

Dulig lud Christine St-Pierre nach den Regionalwahlen im Oktober nach Sachsen ein: „Dort können wir gern unser Gespräch fortsetzen. Zudem würde ich Ihnen gern zeigen, wie der aktuelle Stand der eMobilität bei uns ist, würde gern mit Ihnen VW, Porsche oder BMW besuchen.“ Auch für die Mik-roelektronik, Sachsens Forschungs- und Hochschullandschaft warb der Mi-nister. Einig waren sich beide, dass die Zusammenarbeit von Quebec und Sachsen weiter ausgebaut werden solle. Gerade in Zeiten der Abschottung und der nur schwer berechenbaren Außenpolitik der USA. „Dabei helfen uns Freihandelsabkommen, wie CETA, welches beispielgebend für unsere beiden Länder war und Maßstäbe - gerade im sozialen Bereich - gesetzt hat“, so Martin Dulig.

Im Anschluss traf Marin Dulig Jean Séguin, den für Außenhandel zuständigen stellvertretenden Amtschef des Quebecer Wirtschaftsministeriums. Thema des Gesprächs waren unter anderem mögliche Kooperationen in den Branchen Energie, Smart Mobility, Life Science sowie Luft- und Raumfahrt.
Dulig: „Die Provinz Quebec vertritt, wie auch Kanada im Ganzen, ähnliche liberale Werte wie Sachsen. Sächsische Unternehmen und Forschungsein-richtungen haben deshalb in den vergangenen Jahren den Austausch mit Kanada intensiviert. Es ist wichtig, auch auf politischer Ebene, gute Kontakte zu pflegen.“

Ein Besuch des C3i – Center for Commercialisation of Cancer Immuno-therapy (Zentrum für Entwicklung und Vermarktung von Krebsimmunthera-pien) schloss sich an: Dulig informierte sich vor Ort über die Arbeit der For-scher, die ihre Büros direkt über einem lokalen Krankenhaus haben. Das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig kooperiert sein einigen Jahren bereits eng mit dem C3i und will diese Kooperation weiter ausbauen.

Am Nachmittag traf sich Minister Dulig schließlich mit Bombardier-Personalvorstand Daniel Brennan und weiteren Managern des kanadischen Fahrzeugherstellers. Dulig nutzte das Treffen, um sich nachdrücklich für die  beiden sächsischen Standorte Görlitz und Bautzen und die insgesamt 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzusetzen.

In dem Gespräch bekannte sich Brennan zum langfristigen Erhalt der beiden sächsischen Standorte. Er dankte der Staatsregierung und den beiden Kommunen für die Unterstützung der beiden Standorte in den vergangenen Jahren, etwa beim Bau von benötigten Straßen und Brücken. Das Unter-nehmen schätze die gut ausgebildeten Fachkräfte und möchte auch langfris-tig weiter in Sachsen aktiv bleiben und die Standorte zu einem Aushänge-schild des Unternehmens fortentwickeln.

Dulig zeigte sich nach dem Gespräch zufrieden: „Ich bin froh über die Klarheit der Aussagen, die Bombardier und Dan Brennan gebracht haben, indem sie sich zu beiden Standorten bekannt haben. Sie stehen auch zu den gegebenen Zusagen, weiter zu investieren und die Produktion an beiden Standorten aufrecht zu erhalten. Wir haben noch einmal deutlich gemacht, dass wir ein mittelfristiges Konzept benötigen, welches über die bisherigen Zusagen bis 2019 hinausgeht. Auch dort wurden uns positive Signale gesandt.“ Bom-bardier schätze die hervorragend qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbei-ter an beiden Standorten und die Qualität der Produkte.