Massenschleusung bei Zittau aufgedeckt

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Bundespolizisten haben eine Massenschleusung bei Zittau aufgedeckt. Sie griffen nach unseren Informationen gestern in der Nähe von Schlegel 20 Migranten auf – darunter eine fünfköpfige Familie mit drei Kindern. Die Geschleusten stammen aus dem Iran, Afghanistan und Tadschikistan. Sie wurden in die Inspektion nach Ebersbach gebracht. Was mit ihnen geschieht, ist noch unklar.

Schwammige Formulierungen statt konkrete Zahlen

Inzwischen hat die Bundespolizei auf eine von uns vor einer Woche gestellte Anfrage geantwortet. Sie bestätigt uns, dass wieder mehr Illegale über die Belarus-Route nach Sachsen kommen. Im Juli sei ein neuer Höchstwert im dreistelligen registriert worden. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Stattdessen die schwammige Formulierung, dass die „Masse“ über die Neiße eingereist sei. Und: Es gebe nahezu täglich Feststellungen im zweistelligen Bereich. Die Migranten kämen hauptsächlich aus  dem Irak, Syrien und Afghanistan – und die gestellten Schleuser aus der Ukraine, Syrien und dem Irak. 

Maulkorb von oben?

Konkrete Zahlen dürfen offenbar nicht genannt werden. Die Inspektionen und das die Direktion in Pirna  haben offenbar einen Maulkorb verpasst bekommen.

Die Inspektionen dürfen nur über einzelne Fälle informieren. So berichtet heute Mittag die Bundespolizeiinspektion Ebersbach über einen Aufgriff, der sich schon am vergangenen Samstag ereignet hatte. Im Zittauer Stadtteil Töpferberg seien vier syrische Männer im Alter zwischen 17 und 28 Jahren festgestellt worden. Sie waren über Griechenland, Serbien, Ungarn und Tschechien nach Deutschland eingereist. "Ab Ungarn wurden sie von Schleusern in einer Gruppe von rund 40 Syrern mit einem LKW weitertransportiert", heißt es in der Pressemitteilung. Ein   Schleuser habe die vier Männer in einem PKW aus der Tschechischen Republik in das deutsche Grenzgebiet gebracht. Einer der Männer habe  insgesamt 7.200,00 Euro an die Schleuser gezahlt.