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Mehr Abschiebungen in Sachsen

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Die Zahl der Abschie­bungen in Sachsen ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Seit Jahres­be­ginn wurden rund 1.600 abgelehnte Asylbe­werber abgeschoben, wie der Sprecher des Innen­mi­nis­te­riums, Andreas Kunze-Gubsch, sagte. 2014 seien es insge­samt 1.057 Abschie­bungen gewesen. Einen Winter­ab­schie­be­stopp gibt es in Sachsen nicht. Ledig­lich über die Weihnachts­fei­er­tage werde es aus organi­sa­to­ri­schen Gründen eine kleine Pause geben. Der Großteil der abgescho­benen Flücht­linge stamme vom Westbalkan. Das sächsi­sche Innen­mi­nis­te­rium zählt als Abschie­bungen sowohl die klassi­schen Ausreisen, bei denen abgelehnte Asylbe­werber per Flugzeug in ihre Herkunfts­länder gebracht werden, als auch die sogenannten beglei­teten freiwil­ligen Rückfüh­rungen. Bei diesem Verfahren werden die Ausländer von der Landes­po­lizei bis an die deutschen Grenzen begleitet und dort den Behörden des Nachbar­landes übergeben. (dpa)