Mehr als 1.000 Migranten über die Neiße
Fast 1.100 Migranten sind bis Ende Dezember über die polnisch-sächsische Grenze gekommen. Diese Bilanz veröffentlichte heute die Bundespolizeidirektion Pirna. Rund 40 Schleuser wurden festgenommen. Im Vergleich zu den Vormonaten seien die Fallzahlen weiter zurückgegangen. 95 Menschen Mehr als zwei Drittel der Flüchtlinge sind Iraker. Sie wurden über Minsk nach Deutschland geschleust. Aufgegriffen wurden auch Syrer, Iraner, Afghanen, Türken und Migranten aus dem Jemen.
Entlang der deutsch-polnischen Grenze wurden seit August insgesamt mehr als 11.100 illegale Einreisen in diesem Zusammenhang registriert.
Polens Regierung und die EU werfen dem autoritären belarusischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, Menschen aus Krisenregionen wie Afghanistan und dem Irak einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen. Lukaschenko hatte im Frühjahr als Reaktion auf westliche Sanktionen erklärt, er werde Migranten auf dem Weg in die EU nicht mehr aufhalten. Die Zahl irregulärer Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen zu Belarus sowie an der deutsch-polnischen Grenze nimmt seitdem stark zu, ging zuletzt aber wieder zurück.