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Mehr Asylbewerberplätze in Niesky? Landrat steht Rede und Antwort

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Die geplante Erweiterung des Asylbewerberheimes ist heiß diskutiertes Thema in Niesky.  Landrat Stephan Meyer will am Abend Einwohnern im Bürgerhaus Rede und Antwort stehen.  In Weißwasser hatte der Kreis einen Rückzieher gemacht. Ein Asylbewerberheim dort wird bis auf weiteres nicht errichtet.  

In Niesky geht es um eine Erweiterung der Unterkunft an der Fichtestraße. Anfang Februar hatte Kreis-Ordnungsamtsleiter Falk Werner Orgus im Stadtrat informiert, dass die Kapazität auf bis zu 200 Plätze verdoppelt werden soll. Und es wurde bekannt: Jeder vierte Heimbewohner ist ein Straftäter oder psychisch krank. 

Bei vielen Nieskyern stoßen die Pläne auf Ablehnung.   Oberbürgermeisterin Kathrin Uhlemann fragt, ob es überhaupt nötig sei, mehr Plätze für Flüchtlinge vorzuhalten. Das Heim an der Fichtestraße ist nur zu zwei Dritteln belegt.   Sie erwartet Antworten, ob und warum zusätzliche Unterbringungskapazitäten in Niesky nötig seien und woanders nicht.  

Für die Einwohnerversammlung sind zweimal 60 Minuten vorgesehen. Danach will der Landrat die Presse informieren.

Beim Landkreis wurden drei Kundgebungen vor dem Bürgerhaus angemeldet. Die Mottos: „Zeichen gegen Hass“, „Nein zum geplanten Asylheim in Niesky“ und „Für ein weltoffenes und menschliches Niesky“.