++ EIL ++

Mehr Buntmetalldiebe in Sachsen

Zuletzt aktualisiert:

Metall­diebe haben an den Bahnstre­cken in Sachsen in diesem Jahr schon mindes­tens 225 Mal zugeschlagen. Von Januar bis Ende Juli erbeu­teten sie 9.712 Kilogramm Buntme­tall, wie die Bundes­po­lizei in Pirna weiter mitteilte. Im Vorjah­res­zeit­raum zählten die Ermittler nur 182 Fälle, bei denen die Ganoven aller­dings 13.490 Kilogramm der begehrten Metalle raubten. Die Täter hätten oft leichtes Spiel, weil ihre Beute nur schwer zu identi­fi­zieren sei. Neben spontanen Einzel­tä­tern gibt es auch gut organi­sierte Banden, die mit spezi­ellem Werkzeug ausge­stattet sind. Dabei sei es den Tätern offenbar völlig gleich­gültig, dass sie sich bei ihrem Tun an befah­renen Bahnstre­cken in Lebens­ge­fahr bringen. Ihre Beute schafften die Täter oft zu Schrott­händ­lern, mit denen sie persön­lich bekannt seien, erklärte ein Sprecher der Polizei. Um den Dieben ihr Treiben zu verleiden, suchen die Ermittler immer häufiger das Gespräch mit den Händlern. Dieser Ansatz habe sich nach Einschät­zung der Polizei auch schon bewährt. Auch die Markie­rung mit sogenannter künst­li­cher DNA hätte schon Erfolg gehabt, so der Sprecher. Dieser Zahlen­code ist mit dem bloßen Auge nicht zu sehen, erst eine UV-Lampe bringt ihn zum Vorschein. Das Verfahren hilft der Polizei, aufge­spürtes Diebesgut zu erkennen. (dpa)