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Mehr Diebstähle und Körperver­letzungen an Schulen im Freistaat

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An Sachsens Schulen steigt die Zahl der Straf­taten. Das geht aus einer Antwort von Kultus­mi­nis­terin Brunhild Kurth (CDU) auf eine parla­men­ta­ri­sche Anfrage der Grünen-Abgeord­neten Petra Zais hervor. Demnach wurden im Schul­jahr 2015/2016 insge­samt 3010 Straf­taten gezählt. Das sind gut 300 mehr als im Vorjahr. Die häufigsten Delikte seien Diebstähle, Sachbe­schä­di­gungen und Körper­ver­let­zungen. Im vergan­genen Schul­jahr wurden den Regie­rungs­an­gaben zufolge an Grund­schulen 535, an Mittel- und Oberschulen 1081, an Gymna­sien 429, an Berufs­schulen 327 und an sonstigen Schulen 638 Straf­taten verübt. Mit insge­samt 822 Delikten sei die Zahl der davon auf Schul­höfen began­genen Straf­taten beson­ders hoch, meinte Zais. „Angesichts teilweise drama­ti­scher Unter­be­set­zung im Vergleich zu weiter steigenden Schüler­zahlen, können Schüle­rinnen und Schüler in den Pausen häufig nicht mehr angemessen beauf­sich­tigt werden.“ Zais verwies zudem auf die Dunkel­ziffer, da in der Regie­rungs­ant­wort nur angezeigte Taten erfasst seien. „Die beste Gewalt­prä­ven­tion“ sei die Schaf­fung eines „positiven Sozial­klimas“ in den Schulen, sagte sie. „Gegen­sei­tige Wertschät­zung, ganzheit­liche Bildungs­an­sätze und Schul­so­zi­al­ar­beit gehören für mich unbedingt dazu.“(dpa)