Mehr Geld und weniger Arbeitsstunden für Textilbeschäftigte
Die mehr als 3.500 Beschäftigten in der Textilindustrie in der Oberlausitz brauchen künftig nur noch 37 Stunden in der Woche zu arbeiten. Dies soll in sechs Schritten bis 2027 erreicht werden. Gewerkschaft und Arbeitgeber haben sich am frühen Morgen auf einen Tarifkompromiss geeinigt. Er gilt für Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer werde nun auch die Arbeitszeitmauer zwischen Ost und West eingerisssen, so IG Metall Bezirksleiter Olivier Höbel. Außerdem steigen die Löhne – ab Juni dieses Jahres um 2,6, ab August 2020 um 1,6 und ab September 2021 um zwei Prozent. Das Urlaubsgeld wird ebenfalls erhöht. Beide Seiten stimmten einer Weiterführung der Altersteilzeitregelung und der Übernahmeverpflichtung für Ausgebildete zu. Der Tarifvertrag gilt bis Ende April 2022.