Mehr Kapitalverbrechen in der Oberlausitz
Mord, Totschlag oder Körperverletzung mit Todesfolge – die Zahl der Kapitalverbrechen in der Oberlausitz ist deutlich angestiegen. Die Staatsanwaltschaft Görlitz untersuchte im vergangenen Jahr 26 Fälle – davon erwiesen sich 14 als echte Fälle, so z. B. der Mord an einem jungen Nieskyer. Im Jahr zuvor waren es zehn Verfahren.
Bei den anderen Verfahren handelte es sich zum einen um Selbstanzeigen von Asylbewerbern. Sie gaben vor, in ihren Heimatländern Verbrechen begangen zu haben, um sich vermutlich so einen Bleibegrund in Deutschland zu verschaffen. Zum anderen hatte es die Staatsanwaltschaft z. B. mit einer Anzeige wegen versuchten Totschlags gegen das Jobcenter zu tun. Der Anzeigensteller wollte die Kosten für ein Medikament erstattet haben, was ihm aber offenbar verwehrt wurde.