++ EIL ++

Mehrjährige Haftstrafen in Cottbuser Drogenprozess

Zuletzt aktualisiert:

In einem der größten Drogenprozesse in der Lausitz ist heute das Urteil gefallen. Das Landgericht Cottbus sprach gegen vier Angeklagte Haftstrafen von neun, drei  und viereinhalb Jahren aus. Eine Frau erhielt Bewährung. Sie hatte bei der Verpackung der Drogen geholfen und eine Auslieferung begleitet, wurde vom Gericht aber nicht als Bandenmitglied gewertet.

Die Ermittler hatten die Drogenbande viele Monate observiert, unter anderem, in dem sie Telefongespräche zu Lieferungen abhörten - darunter nach Leipzig, Erfurt und Passau in Bayern. Zudem fanden sie heraus, wo die Drogen gelagert wurden, darunter auf dem Gelände eines früheren Munitionsdepots in Wolfsruh und in angemieteten Garagen, wie der Vorsitzende Richter weiter ausführte. Warenübergaben erfolgten auch auf der Trabrennbahn Hoppegarten. Am 14. Juni 2019 erfolgte dann der Zugriff durch die Polizei. Dabei waren drei der Angeklagten verletzt worden.

In seiner Urteilsbegründung sagte der Vorsitzende Richter, die beiden Hauptangeklagten hätten mit erheblicher krimineller Energie gehandelt. Strafmildernd sei gewesen, dass sie ein Geständnis abgelegt hatten. Trotz der nachgewiesenen Drogenabhängigkeit der Angeklagten sehe das Gericht sowohl bei den Hauptbeschuldigten als auch bei den Mittätern aber keine Verminderung der Schuldfähigkeit.

Wegen der Corona-Abstandsregeln wurde in der Cottbuser Messehalle verhandelt.