Mehrzahl der rechtsextremistischen Straftaten in der Oberlausitz bleibt ungesühnt
Die Mehrzahl der rechtsextremistischen Straftaten in der Oberlausitz bleibt ungesühnt. Im September wurden 14 Verfahren eingestellt - darunter gegen zehn namentlich ermittelte Tatverdächtige aus Bautzen, Zittau, Pulsnitz und Bad Muskau. Sechs Erwachsene erhielten Geldstrafen. Das geht aus der Antwort des Sächsischen Justizministeriums auf eine Anfrage der Linke hervor.
Verurteilt wurden Facebook-Hetzer aus Bautzen und Löbau. Ebenfalls Geldstrafen erhielten zwei Erwachsene aus Görlitz. Der eine hatte den Hitlergruß gezeigt, der andere eine Hakenkreuz-Tätowierung. Heil-Hitler-Rufe hatten für einen Bautzener und vier Zittauer keine strafrechtlichen Konsequenzen. Ebenso eingestellt wurde der Fall, in dem es um einen mit einem Hakenkreuz bemalten Fingernagel ging.